Maintal muss bunter und lebendiger werden. Als zweitgrößte Stadt im Main-Kinzig-Kreis ist Maintal Bestandteil der Rhein-Main-Region, die zu den wirtschaftlich aufstrebenden Regionen Deutschlands und Europas gehört. Mit der Ansiedlung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Frankfurter Osten, dem Wachstum der Dienstleistungsindustrie und der Transport- und Logistikwirtschaft – nicht zuletzt durch den Ausbau des Frankfurter Flughafens – bieten sich vielseitige Chancen, die die Stadt nutzen muss. Um als attraktiver Wohn- und Gewerbestandort, eingebettet zwischen Streuobstwiesen, Main und der Metropole Frankfurt, wahrgenommen zu werden, sind in vielfältiger Weise Farbtupfer zu setzen. Eine wirklich bunte und lebendige Stadt kann nur gelingen, wenn alle Bürgerinnen und Bürger in die Gestaltung des öffentlichen Lebens in allen Bereichen einbezogen werden und sich vielfältig einbringen. Die Maintalerinnen und Maintaler soweit wie möglich an der zukünftigen Gestaltung ihrer Stadt zu beteiligen, wird daher ein zentrales Wesensmerkmal liberaler Politik in Maintal sein.

Um Maintal in den kommenden Jahren weiter zu entwickeln, ist eine neue Kultur in jeder Hinsicht in dieser Stadt von Nöten. Allem voran ist eine neue Kultur der politischen Entscheidungsfreude erforderlich. In den letzten Jahren hat sich Politik in Maintal vor allem durch langatmige Debatten über die Risiken von Entwicklungen ausgezeichnet. Das gilt für alle Bereiche des Handelns. Vielerorts herrscht Stillstand.
Wir müssen in Maintal auch der städtischen „Regelungswut“ entgegen wirken und den Bürgerinnen und Bürgern die Freiheit zu lassen, ihr Leben vor Ort selbst in die Hand zu nehmen. Auch dies erfordert einen Kulturwechsel hin zu mehr Vertrauen in die Eigenständigkeit der Bürger. Dazu gehört auch die Förderung von privaten Initiativen, von Vereinsaktivitäten im sportlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Umfeld, nicht durch Geld sondern durch geeignete Rahmenbedingungen. Auch bei der Kinder- und Jugendbetreuung sollte Maintal verstärkt auf private Initiativen setzen. Es ist Zeit für eine Kultur des Umdenkens, auch in der Art und Weise, wie in Maintal die Stadt organisiert ist und verwaltet wird.
Als Folge der dramatischen Verschuldung der öffentlichen Haushalte gewinnen die traditionellen Werte liberaler Politik Eigenverantwortung und Gemeinsinn wieder zunehmend an Bedeutung. Bauen wir eine neue Bürgergesellschaft auf. Mit Menschen, die sich füreinander verantwortlich fühlen. Mit Frauen und Männern, die nicht zuerst fragen, was der Staat für sie tun kann - sondern die bereit sind, sich selbst einzusetzen.
Ganz besonders braucht Maintal eine Entscheidungskultur, die auch schwierige Einschnitte in die bisherigen städtischen Angebote ermöglicht. Die maroden städtischen Finanzen erlauben es nicht mehr aus Angst vor möglichen Widerständen auf das Sparen zu verzichten. Vieles von dem, was sich die Stadt leistet, hat die Maintaler Politik über Jahrzehnte selbst entschieden und geht nicht nur auf Vorgaben von außen zurück.

Wir, die Freien Demokraten, sind dazu bereit, zu dieser neuen Kultur des Handelns beizutragen. Und wir werben um Ihr Vertrauen für die Kandidaten und Kandidatinnen der Liberalen bei der Kommunalwahl 2011.
Das Deutschlandprogramm 2009 der FDP
Das Wahlprogramm der FDP Maintal
Das Wahlprogramm der FDP Main-Kinzig